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Hier kommt es darauf, welchen Pass man aus der Tasche zieht.

„Sie sind in Israel geboren, sind aber Palästinenser, haben israelische Reisepapiere, aber keinen israelischen Pass?“ Der Grenzbeamte am Flughafen in Istanbul ist ziemlich durcheinander. Und Tareq müsste ihm jetzt die ganze Geschichte erzählen, wie seine Familie in Jerusalem blieb und nicht ins Westjordanland floh im Krieg von 1948. Wie Palästinenser in Israel zwar eine israelische ID-Karte bekomme, aber keinen israelischen Pass. Den gibt es nur, wenn man die israelische Staatsbürgerschaft annimmt. Ein Dilemma. Den Rest des Beitrags lesen »

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Der Lichtstrahl schenkt uns einige Meter Sicht auf die schlaglochzerfressene Straße. Unten im Tal schlängelt sich ein leuchtendes Band bis hinter den nächsten Hügel. Als wir die israelische Schnellstraße im Tal erreichen, kann mein Kumpel – ich nenne ihn jetzt mal Yaron – fast aufatmen. Wir sind unbehelligt ins C-Gebiet gekommen, der von Israel kontrollierte Bereich des Westjordanlandes. Jetzt sind es noch zwei Kilometer bis zum Checkpoint an der Grenze zu Israel. Dort wird man ihn vielleicht fragen, was er auf dieser Seite der Grenze gemacht hat – aber dafür hat er genug Ausreden parat. Ganz sicher wird er ihnen aber nicht sagen, dass er aus Ramallah kommt und dass er dort normalerweise seinen palästinensischen Ehemann besucht. Den Rest des Beitrags lesen »

Da sind sie alle weggerannt - die strenggläubigen Mitarbeiterinnen wollten auf keinen Fall aufs Foto

Da sind sie alle weggerannt – die strenggläubigen Mitarbeiterinnen wollten auf keinen Fall aufs Foto

Im vierten Stock in einem der Bürotürme Tel Avivs klingelt hinter der verglasten Fassade das Telefon. Nili Davidovitz nimmt ab, es folgen schnelle Worte auf hebräisch. Der Mann am anderen Ende der Leitung sucht einen Job für seine Frau. Kontakt mit Männern soll sie dabei aber möglichst nicht haben, außerdem muss sie pünktlich zuhause sein, um die Kinder von der Schule abzuholen. Und auch sonst muss alles koscher sein. Den Rest des Beitrags lesen »

Und weiter geht’s: Die Mauer steht immer noch, die Wachtürme sind besetzt und der Checkpoint meistens offen. Was sich geändert hat sind die Bilder auf der Mauer – Street Art mal anders. Hier, hier, hier und hier gibt’s die alten Bilder.

Es gibt ja mehr als eine Mauer: Im Hintergrund die israelische, im Vordergrund irgendeine Mauer - an der Grenze zum Aida Camp

Es gibt ja mehr als eine Mauer: Im Hintergrund die israelische, im Vordergrund irgendeine Mauer – an der Grenze zum Aida Camp

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Cornelius und Mustafa

Prost – auf ein etwas anderes Oktoberfest

Bisher fand das palästinensische Oktoberfest in Taybeh 15 Kilometer nordöstlich von Ramallah statt. Dort drängten sich noch im letzten Jahr 16.000 Besucher in den kleinen Gassen des Ortes, in dem nur 2000 Menschen leben. Sie sind alle Christen, deswegen ist Bier trinken auf der Straße auch erlaubt. Bisher jedenfalls. Die neue Dorfverwaltung, die kurz nach dem Oktoberfest im vergangenen Jahr eingesetzt wurde, wollte das Bierfest nicht mehr. Den Rest des Beitrags lesen »

Es war wieder einer dieser kleinen „Zwischenfälle“, die überall sonst nichts bedeuten würden: Ich ging durch die Jerusalemer Altstadt – enge Gässchen, viele Geschäfte und Menschen aller Religionen – und laufe an einer Gruppe palästinensischer Jungs so zwischen 8 und 12 Jahren vorbei. Und das bedeutet überall auf der Welt, dass irgendwann etwas passiert. Den Rest des Beitrags lesen »

Es ist ruhig hier – was ja eine gute Sache ist. Deswegen erzähl ich hier einfach mal ein paar Kuriositäten der letzten Tage:

Der Dieb
Der Dieb ist auf jeden Fall schwarz, wahrscheinlich aus dem Sudan, gewaltätig und ganz sicher kein Jude. Darüber klärt mich Mital auf, die selbst nicht ganz käseweiß ist und aus dem Jemen kommt. Der Dieb ist jetzt um ein Handtuch und sechs Schekel reicher, mitgenommen hat er sie am Strand von Tel Aviv. (Die sechs Schekel waren für meine Busfahrkarte nach Hause – danke auch!) Mitgenommen hat der Dieb hat außerdem einen Stoffbeutel der Rheinland-Pfälzischen Polizei. Den Rest des Beitrags lesen »

TelAvivBeiNacht

Tel Aviv – bei Nacht richtig schön.

Über anderthalb Jahre ist der letzte Beitrag schon alt – also Zeit für einen neuen und für den nächsten Trip nach Israel. Aber dieses Mal: Mittelmeer statt Mauer, Kippa statt Kopftuch, Diskos statt Demos (Ich kann das noch länger: Menorah statt Minarett, Wasser statt Wüste…) Kurz gesagt: Dieses Mal wohne ich in Tel Aviv und arbeite für zwei Monate bei der Deutschen Presseagentur. Tel Aviv liegt nur 80 Kilometer von Bethlehem entfernt, doch unterschiedlicher könnten sie kaum sein. Den Rest des Beitrags lesen »

Ich war nicht da, aber es war geplant. Ursprünglich wollte ich für eine Reportage eine Demonstrantin nach Nabi Saleh begleiten, einem Dorf in der Nähe von Ramallah – einer der Orte, an denen Freitagmittags immer gegen die israelische Besatzung, die Mauer, eine Siedlung oder sonstwas protestiert wird.
Spontan sind wir dann doch nach Kufr Qaddoum gefahren, einem Städtchen westlich von Nablus. Dort demonstrieren sie dagegen, dass die kürzeste Straße nach Nablus nur von Israelis befahren werden darf.

Wir waren also nicht Nabi Saleh. Mustafa Tamimi und viele anderen waren aber dort. Seit über zwei Jahren demonstrieren Einheimische und Internationale dort gegen die Beschlagnahmung der Hauptwasserquelle des Ortes durch eine benachbarte  israelische Siedlung – und gegen die israelische Besatzung allgemein. Den Rest des Beitrags lesen »

Auf dem Krippenplatz wird der Weihnachtsbaum aufgebaut

Auf dem Krippenplatz wird der Weihnachtsbaum aufgebaut

Über Deutschland ist die Weihnachtszeit ja schon im Spätsommer hereingebrochen. In Bethlehem fängt es jetzt auch an. Die Weihnachtslichter, die das ganze Jahr über hängen, werden nun jede Nacht eingeschaltet. Das Hotel bei mir um die Ecke verkündet in leuchtenden Buchstaben „Merry Christmas“. Normalerweise verriegelte Läden entpuppen sich als Weihnachtsmärkte – Christbaumkugeln aus Styropor, Weihnachtsmänner als Salzstreuer und knallbunte Lichter werden angeboten und Weihnachtslieder klingen aus manchen Geschäften. Die Krippenstraße ist gesäumt von aufblasbaren Weihnachtsmännern, Schokonikoläuse und Adventskalender stehen in den Supermärkten während die Sonne uns gemütliche 20 Grad beschert. Den Rest des Beitrags lesen »

Das einzig schöne an den Mauern in diesem Land, ist die riesige Fläche für Graffitis, die sie bieten. Hier, hier und hier habe ich schon ein paar Werke aus Bethlehem gezeigt, die zum größten Teil auf die Sperrmauer zwischen Israel und dem Westjordanland gesprüht sind. Die Altstadt Hebrons, wo die 500-köpfige jüdische Gemeinde lebt und durch Checkpoints und gesperrte Straßen von den 200.000 Arabern um sie herum abgeschirmt sind, zeigt, hat ein paar israelische Werke zu bieten:

Der Tempel - wie er war und wieder sein soll

Der jüdische Tempel – wie er war und wieder sein soll, bevor der Messias (wieder-)kommt

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Wer über den Israel-Palästina-Konflikt diskutiert und bei Aktivistentreffen, in der Kneipe, auf der Straße oder im Wohnzimmer (das Thema ist hier wirklich überall), nach eine Lösung sucht, der kennt meist nur zwei Alternativen: Ein Staat für alle oder zwei Staaten. – Dabei gibt es so viele andere Möglichkeiten! Der jüdische Schriftsteller und Filmemacher Joshua Simon hat Israelis und Palästinenser aus verschiedenen Gesellschaftsbereichen nach ihren Lösungsansätzen gefragt. Ein kleines Büchlein stellt die „Lösungen 196-213“ vor. Den Rest des Beitrags lesen »

Hinter diesem Bild aus Obst und Gemüse begann die 10.000-Jahr-Feier Jerichos

Hinter diesem Bild aus Obst und Gemüse begann die 10.000-Jahr-Feier Jerichos

Anderes Land, andere Sitten und manches ist eben… kurios.

Gestern war ich in Jericho, der angeblich ältesten Stadt der Welt. Wir gingen über einen kleinen Markt mit Handarbeiten und Essen und ein paar Meter hinter dem Markt sehe ich Plakate: 10.000 Jahre Jericho. Cool, denke ich mir, 10.000-Jahr-Feier! Da sollte man mal hingehen. Ein Datum hab ich auf dem Plakat nicht gefunden, also fragte ich eine Frau: Wann steigt denn die Party? Heute, sagte sie. Echt? Wo? Dort drüben… Man stelle sich also vor, 10.000 Jahre Jericho und die Feierlichkeiten bestehen aus einem kleinen Markt mit lokalen Produkten? Irgendwie hab ich mehr erwartet…

Und heute gehe ich abends von der Arbeit nach Hause und wundere mich, warum die Straße so anders ist. Und stelle fest: der Asphalt ist nicht mehr glatt, sondern völlig zerfurcht. Die Straße ist steil, der Winter naht. Also entweder ist eine Horde Panzer durch Bethlehem gefahren oder man spart sich einfach das Streuen im Winter. Eine aufgeraute Straßendecke tut es vielleicht auch…

"Homage an Aliaa el Mahdi. Schwestern aus Israel"

"Homage an Aliaa el Mahdi. Schwestern aus Israel"

„Homage to Aliaa el Mahdi. Sisters in Israel“ steht auf dem Transparent, das die nackten Frauen dahinter verdeckt. Rund 40 Israelinnen hatten sich ausgezogen, um sich mit Aliaa solidarisch zu zeigen. Die junge Ägypterin hatte auf ihrem Blog Aktfotos von sich veröffentlicht, um gegen die rigide Sexualmoral in ihrem Land zu protestieren. Zuvor hatten sie und ihr Freund die Sittenwächter schon damit erzürnt, dass sie sich öffentlich als Paar zeigten, obwohl sie nicht verheiratet sind. Den Rest des Beitrags lesen »

How to fix a broken leg...

How to fix a broken leg...

Es ist schwierig, als Ausländer in Bethlehem Arbeit zu finden. Die Menschen hier sind es gewohnt, dass Ausländer umsonst arbeiten. Nämlich als Freiwillige – als Bezahlung gibt es ein gutes Gefühl und vielleicht auch ein Abenteuer. Für das gute Gefühl und hauptsächlich für die interessanten Erfahrungen arbeite ich zweimal in der Woche für die Palästinensische Gesellschaft für medizinische Hilfe (PMRS). Wir fahren in die Dörfer nahe Bethlehem, in denen es keine medizinische Versorgung gibt. Dort warten immer viele Frauen mit ihren Kindern. Nur wenige von ihnen können Auto fahren und müssten sonst mit ihrem Nachwuchs umständlich mit dem Bus in die nächste Stadt fahren müssten. Den Rest des Beitrags lesen »

Auch in einem muslimischen Land gibt es Gelegenheiten, nach deutscher Art auf der Straße Bier zu trinken: Hier beim Oktoberfest in Taybeh

Auch in einem muslimischen Land gibt es Gelegenheiten, nach deutscher Art auf der Straße Bier zu trinken: Hier beim Oktoberfest in Taybeh

Hier fühle ich mich wie zuhause!“ ist sicher ein schöner Satz. Doch manchmal geht man von zuhause weg, um sich gerade nicht mehr wie zuhause, sondern wie in der Fremde zu fühlen. Die Fremde – andere Länder, Kulturen, Menschen, Natur – ist spannend, manchmal beängstigend, aber immer bereichernd. Aber irgendwie war dieses fremde Land in den letzten Wochen doch sehr… deutsch. Den Rest des Beitrags lesen »

Ein nächtlicher Willkommensgruß

Ein nächtlicher Willkommensgruß

Eilat: Las Vegas-Idylle hinterm Negev

Eilat: Las Vegas-Idylle hinterm Negev

Hier ist ja alles noch näher dran als bei uns. In fünf Stunden ist man in Eilat und damit an der Grenze zu Ägypten. Und wenn die einen dort wegen Stromausfall oder sinnlosen Fragen wie „Haben Sie eine Waffe dabei?“ nicht allzu lange aufhalten, ist der Sinai nicht mehr weit. Den Rest des Beitrags lesen »

Wie verbringt man in Deutschland einen Tag der deutschen Einheit? In Ramallah jedenfalls kann das so aussehen:

Kulinarische Deutschlandflagge

(Beinahe) deutsche Brötchen und eine kulinarische Deutschlandflagge bei der Feier des deutschen Vertretungsbüros im Mövenpick-Hotel

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Eine jubelnde Menge auf dem Arafat-Platz

Eine jubelnde Menge auf dem Arafat-Platz

Sie tragen einen grinsenden Mahmoud Abbas auf Pappschildern herum, skandieren „Yasser Arafat“ und schwenken ihre Flaggen. Auf dem Arafat-Platz in Ramallah herrscht Volksfeststimmung. Eltern haben ihren Kindern die Kufiya um den Kopf gebunden, Mütter tragen ihre Babys im Arm durch die Menge und der Hexenkessel vor der Bühne brodelt von ausgelassenen jungen Männern. Zwei Stunden vor der Rede von Mahmoud Abbas vor den UN in New York wird in Ramallah schon einmal kräftig gefeiert. Tagsüber mögen in Qalandia, Bil’in und anderswo wieder Steine und Tränengasgranaten geflogen sein, in der Hauptstadt der Autonomiegebiete wirkt die abendliche Demonstration für einen palästinensischen Staat eher wie eine riesige Party. Den Rest des Beitrags lesen »

„Ich hab schon gar keine Lust mehr, ich will wieder nach Hause“, stöhnt das Mädchen neben mir. Sie ist zum ersten Mal in Israel und wurde am Flughafen gerade mit einem Verhör in irgendeinem Hinterzimmer begrüßt. Ich warte noch darauf, was aus mir werden soll. Ganz offen habe ich gesagt, dass ich in Ramallah arbeiten werde. Und ja, ich war schonmal hier, in Bethlehem. Warum lügen, auch wenn mir das jeder West Bank-Erfahrene raten würde? Ich mache doch nichts falsch. Zweimal hat der Grenzbeamte telefoniert (und ich wünschte, ich hätte weiter hebräisch gelernt), ehe ich zu dem nächsten Beamten geschickt wurde, der sich ebenfalls an meinem Pass festhielt. Ich war schon gespannt auf das Verhör, das doch kommen musste, aber letztendlich wurde nur mein Gepäck nochmal durchleuchtet. Den Sinn dahinter, Gepäck zu durchleuchten, das gerade aus einem Flugzeug kommt, konnte mir die Beamtin nicht erklären.

Urlaub in Israel - ein kurzer Abstecher ans Mittelmeer ist ein Privileg der Israelis und der Ausländer

Urlaub in Israel - ein kurzer Abstecher ans Mittelmeer ist ein Privileg der Israelis und der Ausländer

Zehn Tage bin ich nun schon in Ramallah, schwer beschäftigt damit, meine Schüler unter Kontrolle zu halten und mich einzuleben. Es ist anders als Bethlehem. Politische Gespräche habe ich bisher noch fast keine geführt, die Stadt wimmelt vor Ausländern (gefühlte 90% davon Deutsche) und ich verstehe jene Migranten in Deutschland ein bisschen besser, die auch nach Jahren noch kein deutsch können. Ich käme hier auch völlig ohne arabisch klar. Im Gegensatz zu Bethlehem, wo die Mauer ständig zu sehen ist und lässt sich der Konflikt in Ramallah leicht vergessen. Bis vor ein paar Tagen jedenfalls. Den Rest des Beitrags lesen »

Drei Monate fliegen schnell vorbei und trotzdem ist es eine lange Zeit. Genug, um sich in einer einstmals fremden Umgebung zuhause zu fühlen, um immer wieder die gleichen Wege zu gehen, um ein Stammlokal und ein Lieblingsrestaurant zu haben. Genug Zeit, um Freunde zu finden und Menschen lieb zu gewinnen.

Eine kleine Bildershow zum Abschied:

Das Heilige Land - voller bedeutungsvoller Stätten und gläubiger Menschen

Das Heilige Land - voller bedeutungsvoller Stätten und gläubiger Menschen

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"Ihre Unabhängigkeit ist unsere Nakba"

"Ihre Unabhängigkeit ist unsere Nakba"

„Ihre Unabhängigkeit ist unsere Katastrophe“ steht unmissverständlich auf großen Plakaten in Bethlehem. Israel feiert am 14. Mai seinen Unabhängigkeitstag, das heißt den Jahrestag der Staatsgründung vor 63 Jahren. Mit der Gründung des israelischen Staates sahen sich die meisten Menschen im Land allerdings nicht nur mit einer neuen Regierung konfrontiert – wieder einmal, eigentlich war diese Gegend zwischen Jordan und Mittelmeer ständig unter Fremdherrschaft – sondern häufig auch mit Vertreibung oder Tod.

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Der Weg zu Rahels Grab ist schmal und von Mauern gesäumt

Der Weg zu Rahels Grab ist schmal und von Mauern gesäumt

„Und sie zogen von Beth-El. Und da noch ein Feld Weges war von Ephrath, da gebar Rahel. Und es kam sie hart an über der Geburt. Da aber die Geburt so schwer ward, sprach die Wehmutter zu ihr: Fürchte dich nicht, denn diesen Sohn wirst du auch haben. Da ihr aber die Seele ausging, daß sie sterben mußte, hieß sie ihn Ben-Oni; aber sein Vater hieß ihn Ben-Jamin. Also starb Rahel und ward begraben an dem Wege gen Ephrath, das nun heißt Bethlehem. Und Jakob richtete ein Mal auf über ihrem Grabe; dasselbe ist das Grabmal Rahels bis auf diesen Tag.“ (Genesis 35, 16-20)

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Ziad Jilani mit Moira und ihrer jüngsten Tochter Yasmin

Ziad Jilani mit Moira und ihrer jüngsten Tochter Yasmeen

Ich traf Moira in Garten eines Restaurants in Beit Jala. Es war ein sonniger Frühlingstag im Westjordanland, die Vögel zwitscherten, die Bäume rauschten, es wurde endlich wärmer. Dort erzählte mir die Amerikanerin von ihrem palästinensischen Ehemann. Im vergangenen Juni wurde er von einem israelischen Soldaten erschossen. Den Rest des Beitrags lesen »

Am 15. März gingen allein in Ramallah 3000 Menschen für die Einheit zwischen Fatah und Hamas auf die Straße

Am 15. März gingen allein in Ramallah 3000 Menschen für die Einheit zwischen Fatah und Hamas auf die Straße

Seit am 15. März einige tausend Menschen in Ramallah, Bethlehem und Gaza auf die Straße gingen, um für die politische Einheit in den palästinensischen Gebieten zu demonstrieren, war es schnell wieder ruhig im Westjordanland. Außer ein paar kleinen Grüppchen, die in Ramallah auf dem Al-Manara-Platz und in Bethlehem auf dem Krippenplatz Zelte aufgeschlagen und mit Hungerstreik gedroht (und ihn wohl auch ein paar Tage lang durchgezogen) hatten, war nicht viel passiert.

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