Und hier kommt der dritte und vorerst letzte Teil der Wall Art Trilogie:

"Denn er selbst ist unser Friede, er, der aus beiden eine Einheit gemacht und durch sein körperliches Sterben die Wand der Feindschaft niedergebrochen hat. "

"Denn er selbst ist unser Friede, er, der aus beiden eine Einheit gemacht und durch sein körperliches Sterben die Wand der Feindschaft niedergebrochen hat. (Epheser 2,14)"

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Nu’man liegt nordwestlich von Bethlehem. Seine Bewohner leben hier illegal. Als Israel 1967 das Westjordanland und den Gazastreifen besetzte, annektierte es einen schmalen Streifen des Westjordanlandes an der Grenze zu Israel. Auf diesem Streifen liegt Nu’man. Das Land hat Israel genommen – unter anderem ist die Erweiterung der Siedlung Har Choma auf Teilen des Landes Nu’mans geplant – die Bewohner Nu’mans wollte Israel nicht. Sie besitzen weder einen israelischen Pass noch eine Aufenthaltserlaubnis für Israel.

Ein EAPPIler begleitet zwei Mädchen auf ihrem Schulweg durch den Checkpoint

Ein EAPPIler begleitet zwei Mädchen auf ihrem Schulweg durch den Checkpoint

Seit Israel die Mauer baut, um sich vor Terroristen aus dem Westjordanland zu schützen, ist Nu’man auf drei Seiten von einem Zaun umgeben. Der einzige Weg hinein und hinaus geht durch einen Checkpoint. Durch den Checkpoint dürfen nur Leute mit israelischem oder ausländischem Pass und die Bewohner Nu’mans. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es für die Nu’maner nicht, palästinensischer Besuch, auch wenn er zu einer der Familien Nu’mans gehört, ist nicht möglich, selbst Ärzte dürfen nicht immer passieren. Da es in Nu’man keine Schule gibt, müssen die Schulkinder jeden Tag zweimal durch den Checkpoint. EAPPI hat in der Vergangenheit berichtet, dass Mädchen durch Soldaten belästigt und Jungen drangsaliert wurden. Deswegen begleitet EAPPI gelegentlich Schulkinder auf ihrem Weg durch den Checkpoint. Den Rest des Beitrags lesen »

Ungefähr 7,34 Kilometer südlich von Jerusalem liegt das Aida-Flüchtlingslager am Ortsrand von Bethlehem - nicht mehr so ganz ein Lager als vielmehr eine Wohnsiedlung

Das Häusergewirr von Aida

Ungefähr 7,34 Kilometer südlich von Jerusalem liegt das Aida-Flüchtlingslager am Ortsrand von Bethlehem – nicht mehr so ganz ein Lager als vielmehr eine Wohnsiedlung. Hier wohne ich seit zwei Monaten. Wenn ich in Israel erzähle, dass ich in Bethlehem wohne, schauen mich die Israelis oft geschockt an. Wenn ich in Bethlehem erzähle, dass ich im Aida-Camp wohne, schauen sie genauso geschockt. „Und wie ist es dort?“ fragen dann sowohl die Israelis als auch die Bethlehemiten.  Und ich frag mich immer, ob ich irgendwas verpasst hab. Denn mich haben bisher weder Bethlehem noch Aida geschockt. Den Rest des Beitrags lesen »

Im Norden des Westjordanlandes liegt das verschlafene Städtchen Awarta

Im Norden des Westjordanlandes liegt das verschlafene Städtchen Awarta

Am 12. März wurden in der jüdischen Siedlung Itamar im Norden des Westjordanlandes fünf Mitglieder der  Familie Fogel erstochen – die Eltern und drei Kinder (11 und 4 Jahre und 3 Monate). Die zwei anderen Söhne (8 und 2 Jahre) wurden von den Mördern nicht entdeckt, die 12-jährige Tochter kam erst spät nachts von einer Feier nach Hause und fand die Leichen. Für viele Medien und für all die Israelis, mit denen ich darüber reden konnte, war ohne Zweifel klar: die Mörder waren Palästinenser – ein Terrorakt. Den Rest des Beitrags lesen »

Ein rosafarbener Streifen leuchtet am Horizont hinter den Bergen Jordaniens.

Ein rosafarbener Streifen leuchtet am Horizont hinter den Bergen Jordaniens

Dann färbt sich der Himmel zartblau, die Lichter der Stadt erlöschen.

Vor den Bergen zeichnet sich im Dunst der Jordangraben ab, hellblau schimmert das Tote Meer

Wo sonst könnte man den Ostermorgen am besten begrüßen, wenn nicht auf dem Ölberg mit seinem wunderbaren Blick bis zu den jordanischen Bergen. Sicher, die Grabeskirche wäre auch eine Option, aber der Sonnenaufgang über dem Jordangraben übertrumpft einfach den goldenen Prunk der Kirche. So versammelten wir uns in einem Garten vor der deutschen Auguste Victoria-Kirche und feierten mit Kerzen und Ostereiern einen ökumenischen (und sehr traditionellen) Ostergottesdienst gemeinsam mit einigen anderen Deutschen. Anschließend ging es in die Altstadt in die Nähe der Grabeskirche zur deutschen Erlöserkirche (ja, hier gibt es echt viele Kirchen). Die Gassen waren fast leer, nur ein paar eilende Juden und schlendernde Muslime waren zu sehen. Ich habe immer noch nicht verstanden, warum der Ostermorgen ausgerechnet in Jerusalem so… unbedeutend scheint. Erst gegen Mittag wurde es um die Grabeskirche herum voll und die Menschenmengen gedachten der Auferstehung. Da war ich aber schon zum nächsten Interviewtermin unterwegs. Den Rest des Beitrags lesen »

Im schönen Beit Jala, einem Nachbarort Bethlehems, warteten wir auf das Feuer aus Jerusalem

Im schönen Beit Jala, einem Nachbarort Bethlehems, warteten wir auf das Feuer aus Jerusalem

Während wir am Karsamstag normalerweise gar nichts machen, ist bei den Griechisch-Orthodoxen im Heiligen Land einiges los. Denn jeden Karsamstag in der früh geschieht planmäßig in der Grabeskirche ein Wunder: ein Priester betet in der Grabeshöhle vor einer Kerze und irgendwann entflammt sie auf wundersame Weise. Draußen warten schon die Gläubigen, um ihre Kerzen am Wunderlicht anzuzünden. Nachdem außer dem Priester keiner dabeisein darf, um das Wunder zu sehen, sind wir lieber nach Beit Jala gefahren, die wirklich schöne Nachbarstadt Bethlehems. Denn das Licht wird aus Jerusalem weitergereicht in die Umgebung und kommt nachmittags auch nach Beit Jala. Außerdem sollte dort die Stimmung ganz toll sein. Den Rest des Beitrags lesen »

Ziemlich aktuell und total exklusiv gibt es hier ein paar Osterbilder aus dem Heiligen Land! Gestern war Karfreitag, da mussten wir natürlich nach Jersualem, wo alles begann. Alle vier Jahre fällt das orthodoxe Ostern und das Ostern von allen anderen auf das gleiche Wochenende. Außerdem war noch Pessach. Während es im jüdischen und im muslimischen Viertel fast so zuging wie immer (Touristen, Einheimische und Katzen), gab es im christlichen Viertel um die Via Dolorosa kaum ein Vorwärtskommen. Oder – wie es ein katholischer Priester ausdrückte – kaum Platz um eine Katze am Schwanz herumzuschleudern.

Nonnen beten vor Station VII, wo Jesus zum zweiten Mal fiel

Nonnen beten vor Station VII des Passionswegs in Jerusalem, wo Jesus zum zweiten Mal fiel - ein jüdischer Polizist schaut interessiert zu

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Rechts und links die Kisten mit den Tieren, dazwischen freie Menschen

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Der Teddy hier hat seine Frau gefressen, weil sie sich nicht mit ihm paaren wollte - erzählt der Zooleiter

In der Nähe von Nablus befindet sich in dem Urlaubsörtchen Qalquiliya der älteste und einzige Tierpark im Westjordanland. Hier heizen vollbärtige Väter die Grills an, bekopftuchte Mütter wachen über ihren Nachwuchs, Kinder tummeln sich auf den Spielplätzen, Kinder kreischen auf den Karussels, Kinder betteln um Eis und lebendige Goldfische und dazwischen vegetieren depressive Tiere in Käfigen und Gehegen, die sich fast nur in ihrer Größe voneinander unterscheiden. Das mit der artgerechten Haltung müssen die Palästinenser noch lernen. Immerhin hat der Zooleiter sich zur Aufgabe gemacht, die Käfige natürlicher zu gestalten. Den Rest des Beitrags lesen »

Aus Gaza fliegen weiterhin Raketen nach Israel, die bisher das Lebens eines 16-Jährigen gefordert haben, als eine dieser Raketen in einem israelischen Schulbus einschlug. Und Israel fliegt Gegenangriffe, bei denen allein am Tag des Angriffs auf den Schulbus fünf Palästinenser starben. Gaza ist weit weg, was 80 Kilometer westlich von uns passiert, betrifft uns in Bethlehem schon gar nicht mehr. Dafür haben in letzter Zeit ein paar andere Ereignisse Schlagzeilen gemacht, die doch nicht mehr so leicht zu ignorieren sind. Hier eine kurze Zusammenfassung:

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Aus dem obersten Stockwerk kann man dann doch ein bisschen über die Mauer gucken

Aus dem obersten Stockwerk kann man tatsächlich ein bisschen über die Mauer gucken

Vor Claire Anastas‘ Küchenfenster steht eine graue Betonmauer. Vor ihrem Wohnzimmerfenster auch. Im Badezimmer herrscht ewiges Dämmerlicht, auch hier kahler Beton nur wenige Meter vor dem Fenster. Allein vom Schlafzimmer aus geht der Blick über ein Grundstück voller Geröll und vereinzelter Grasbüschel zum nächsten Häuserblock. Den Rest des Beitrags lesen »

Es geht los! Während die Juden erst ab Dienstag ihr Pessachfest feiern, fingen die Christen heute schon mal mit feiern an. Es war Palmsonntag und den muss man sich natürlich in Jerusalem anschauen, wenn man schonmal in der Nähe ist. Mit Alena war ich erstmal bei einem urdeutschen evangelischen Gottesdienst in der Erlöserkirche. Die Begrüßung einer kleinen alten Frau mit Kopftuch (nicht das islamische, die christliche Variant) stellt gleich bei der Begrüßung klar: „Hier wird deutsch geredet!“ und drückte jedem ein Gesangbuch in die Hand. Der nette Hinweis war die Antwort für einen schüchternen Touristen, der mit ausgeprägtem deutschen Akzent auf Englisch nach der Sprache des Gottesdienstes gefragt hatte.

Palmsonntag in Jerusalem

Am Palmsonntag nehmen die meisten in der Jerusalemer Altstadt einen Palmwedel in die Hand und gedenken Jesu Einzug in Jerusalem wenige Tage vor seiner Kreuzigung - da haben ihm noch alle zugejubelt

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Bald geht es bei uns wieder los: die Weintrauben werden runder, ihre Farben kräftiger und nicht mehr lange, dann reift neuer Wein in den Fässern. Und weil jedes Dorf in Rheinhessen nicht nur den Wein sondern auch die passende Stimmung dazu beisteuern möchte, beginnen schon im Mai die ersten Weinfeste – so bleiben noch genug Wochenenden übrig für jedes Dorf übrig. Natürlich darf später auch die Weinbergshäuschenwanderung nicht fehlen.

Diesmal geht es um Salat

Diesmal geht es um Salat - um Autoladungen voll

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Früh morgens am Checkpoint 300 - der Weihnachtsstern leuchtet und die Teeverkäufer warten schon

Früh morgens am Checkpoint 300 - der Weihnachtsstern leuchtet und die Teeverkäufer warten schon

Noch bevor der Muezzin zum ersten Mal ruft, herrscht am Checkpoint in Bethlehem Hochbetrieb. Männer hetzen vorbei, um möglichst schnell die drei Stationen an der Grenze zu überwinden und pünktlich zur Arbeit nach Jerusalem zu kommen. Manche wohnen in Bethlehem, viele sind bereits eine Stunde unterwegs von Hebron oder aus einem der umliegenden Dörfer. Sie sind die Glücklichen, die eine Arbeitserlaubnis für Jerusalem bekommen haben. Dafür stehen sie jeden Morgen in den eingegitterten Gängen des Checkpoints und hoffen, dass sie ohne Stress auf die andere Seite kommen. Den Rest des Beitrags lesen »

Das Stadtzentrum Hebrons und der ehemalige Souk sind seit Jahren verwaist

Das Stadtzentrum Hebrons und der ehemalige Souk sind seit Jahren verwaist

„Als Soldat fängst du irgendwann an, das schlechte Gewissen zur Seite zu schieben. Als Kommandant erst recht, denn wenn du anfängst zu denken, fangen deine Soldaten auch an zu denken.“ Yehuda Shaul steht im Reisebus vor 30 jungen Menschen aus aller Welt und spricht mit ernstem Gesicht über seine Zeit in der israelischen Armee. „Als wir das erste Mal mit einem Granatwerfer, der jeden im Umkreis von 16 Metern tötet oder verletzt, auf die gegnerischen Stellungen zwischen bewohnten Häuser schossen, hatte ich ein schlechtes Gewissen. Beim zweiten Mal nicht mehr so sehr. Dann hat es irgendwann Spaß gemacht, endlich eine Abwechslung in der langweiligen Schicht.“

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Was ich hier schreibe, sind persönliche Erfahrungen. Da ich im Westjordanland lebe, schreibe ich natürlich zum größten Teil von dieser Seite der israelischen Mauer. Es sind hauptsächlich palästinensische Schicksale, die ich beschreiben kann, da ich sie selbst höre oder miterlebe. Von den Raketen, die wieder vermehrt aus Gaza abgeschlossen werden, von den israelischen Luftangriffen als Antwort auf diese Raketen, bekomme ich nichts mit. In Bethlehem ist es ruhig, bis jetzt glaubt niemand, mit dem ich bisher geredet habe, an die dritte Intifada am 15. Mai. Angst vor einem baldigen offenen Konflikt haben dennoch viele. Den Rest des Beitrags lesen »

Die Mauer und die Türme unweit des Aida-Camps

Mauer und Türme unweit des Aida-Camps (von dem Turm vorne links wurde geschossen)

Es ist zwar schon fast fünf Jahre her, doch als unser Nachbar Ayed Al-Azza uns die Geschichte von seinem zwölfjährigen Neffen erzählte, waren wir trotzdem erschüttert. Ich veröffentliche hier meine Übersetzung des offenen Briefs, den Ayed damals im Internet verbreitete, um auf die Situation seines Neffen aufmerksam zu machen. Es ist ein Beispiel für so viele Geschichten, die einem die Leute hier erzählen – häufig ohne größere Emotionen, es ist halt normal. Natürlich – und das macht die Sache nicht besser, gehört aber zum ganzen Bild – haben Israelis ähnliche Geschichten zu erzählen. So wie der Ex-Rabbi aus Tekoa, dessen zehnjähriger Nachbarsjunge vor einigen Jahren unweit der Siedlung erstochen wurde.

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Kommt ein Welpe auf eine Party – was passiert?

Mittelpunkt bei den Frauen

Die Frauen sind begeistert...

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In der Siedlung - im Hintergrund verstreute palästinensische Dörfer

In der Siedlung – im Hintergrund verstreute palästinensische Dörfer

Neben dem arabischen Dorf Tu’qua liegt die fast gleichnamige israelische Siedlung Tekoa. Wie überall im Westjordanland bildet die Siedlung mit ihren grünen Vorgärten und ordentlichen sandsteinfarbenen Häusern mit den roten Dächern, die sich auf einem Hügel in Reih und Glied zusammenkauern, einen krassen Kontrast zu den chaotisch im Tal und auf den Hängen verstreuten schmutziggrauen Betonhäusern der Palästinenser. Bisher hatte ich Siedlungen nur von Weitem gesehen, sie waren immer etwas Fernes, Unwirkliches. Mit ihren Mauern und Grenzposten und den Bussen, die nur zwischen Jerusalem und den Siedlungen fahren waren sie ein deutliches Zeichen dafür, dass hier etwas nicht stimmt. So war es ein komisches Gefühl, tatsächlich einmal mitten in so einer Siedlung zu stehen.

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Die Mauer ist riesig und damit auch die Leinwand, die sie bietet. Außerdem gibt es ja nicht nur die eine israelische Mauer, sondern noch ganz viele andere. Dieses Land ist durchzogen von Mauern! (Nicht nur in den Köpfen der Menschen.)

Hier also der zweite Teil der Mauerkunst:

Noch ein Türchen in der Mauer

Noch ein Türchen in der Mauer

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"Vorsicht: Journalist bei der Arbeit"

"Vorsicht: Journalist bei der Arbeit"

Dass Freitag Demotag im Westjordanland ist, ist ja allen Weltzeit-Lesern schon bekannt. Aber auch auf der anderen Seite der Mauer wird freitags demonstriert. Und hier zeigen auch viele Israelis Solidarität mit ihren palästinensischen Mitbewohnern im Heiligen Land.

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Als Israel am 30. März 1976 die Enteignung mehrerer tausend Dunum Land auf palästinensischem Gebiet plante (ein Dunum ist die Fläche, die ein Mensch an einem Tag pflügen kann, ca. 1000 m²), riefen die Palästinenser zum Generalstreik auf. Bei „Zusammenstößen“ mit der israelischen Armee wurden zwischen sechs (laut Wikipedia) und 20 (laut einem Mitarbeiter von Holy Land Trust) Palästinenser getötet. Seitdem gedenken die Palästinenser jeden 30. März am „Land Day“ dieses Konflikts und pflanzen als Zeichen des gewaltfreien Widerstands Olivenbäume.

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In Galiläa am See Genezareth haben sich viele biblische Geschichten ereignet. Hier ist Jesus übers Wasser gegangen, hat einen Sturm gestillt, 5000 Leute mit fünf Broten und zwei Fischen verköstigt und Wasser in Wein verwandelt.

An den Orten, wo diese Wunder geschehen sein sollen, stehen heute Kirchen, Kloster und Souvenirläden. Riesige Touristenbusse rumpeln über die Straßen und spucken Scharen von Touris und Wallfahrern mit bunten Kappen oder Schaltüchern aus. Und ganz schön viele von ihnen sind Deutsche. Als Individualtouristen hat man zwar mehr Bewegungsfreiheit als die Massentouris, aber an den wichtigsten Orten treffen dann doch alle aufeinander. Den Rest des Beitrags lesen »

In Bethlehem wurde Jesus ja bekanntlich geboren, mit einem kleinen Umweg über Ägypten zog die Familie dann nach Nazareth. Also gehört das Städtchen im Norden Israels natürlich zum Reiseplan im heiligen Land. Nach einer viel zu komplizierten Anreise über das Städtchen Afula, das kein Mensch kennt, haben wir es nach Nazareth geschafft. Irgendwie fährt nur abends mal ein Bus direkt aus Jerusalem hierher – keine Ahnung, warum Nazareth nicht so beliebt ist. Es ist ein verschlafenes Städtchen, hauptsächlich von Arabern bewohnt, so dass ich meine paar Brocken arabisch auch hier im tiefsten Israel auspacken konnte.

Hier also ein paar Eindrück aus Nazareth: Den Rest des Beitrags lesen »

5 : 1 haben wir gewonnen! Mindestens! Weil der Winter nochmal über Bethlehem hereingebrochen ist und es unglaublich kalt war, sind wir früher gegangen. Trotzdem war das Frauen-Fußballspiel Bethlehem gegen Jericho ein Erlebnis. Im Fußballstadion von Al-Khadr in der Nähe von Bethlehem trafen die beiden Teams aufeinander, die Mädels gaben ihr Bestes (nehm ich mal an), wir lagen schnell in Führung und irgendwie war es fast wie zu Hause bei einem Dorfligaspiel (wie heißt denn das auf fußballerisch?). Wenn da nicht das Minarett im Hintergrund gewesen wäre und die Linienrichterin mit Kopftuch…

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Da die palästinensische Autonomiebehörde mit der israelischen Justiz eng zusammenarbeitet, um die Attentäter vom vergangenen Mittwoch zu finden, werden auf den Anschlag keine Militäraktionen folgen. Auch die Checkpoints werden, anders als erwartet, nicht dicht gemacht. Das Leben in Bethlehem geht also erstmal wie gewohnt weiter. Aus Gaza fliegen Qassam-Raketen, Israel fliegt danach wieder Luftangriffe – im Westen nichts Neues also – so hart sich das auch anhört. Denn in Bethlehem berühren uns die Aktionen in Gaza im Moment genauso wenig als würden wir in Deutschland vor dem Fernseher sitzen. Man kann sich ja nicht ständig Sorgen darum machen, dass tatsächlich die dritte Intifada ausbricht, zu der auf Facebook aufgerufen wurde.

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